Ein Projekt für Stadtteil- und Berufsschulen

Der »Schulhausroman« wendet sich ausschließlich an Stadtteil- und Berufsschulen und bewusst an solche Schulklassen, die ein niedrigeres Leistungsniveau und einen höheren Anteil von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte haben. Das Projekt ist deshalb auch im Bereich der Lese- und Schreibförderung angesiedelt. Wir sind überzeugt von der Kraft des Erzählens als einer (geradezu magischen) Grundkompetenz, die die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler fürs Leben stärkt – und erfahrungsgemäß noch viele weitere tolle Effekte hervorruft, z.B. im sozialen, kommunikativen, sprachlichen und diskursiven Bereich.

Momentan werden ca. 6-8 Schulhausromane pro Jahr realisiert. Den zeitlichen Umfang der Schreibwerkstatt gibt das Schulhalbjahr vor. Projektstart ist zu Beginn eines Halbjahres, die große Abschlusspräsentation im Literaturhaus ist das Happy End. In der Zwischenzeit arbeitet der Autor oder die Autorin an acht Doppelstunden mit der jeweiligen Klasse direkt in der Schule. Die Schreibwerkstatt findet also im regulären Schulunterricht statt und bedarf einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit von Lehrern und Schreibtrainern.

Die Schulhausromane werden ca. 5-6 Wochen vor der Abschlusslesung fertig gestellt und durchlaufen einen weiteren Lektorierungsprozess im Literaturhaus, um anschließend gedruckt zu werden.

Von großem Vorteil ist, wenn die Schule über einen Computerraum verfügt, so dass die Schüler/innen ihre Texte selbst eingeben können. Es gibt viele verschiedene Arten, den Schreibprozess zu organisieren. Die Schreibtrainer finden für jede Klasse eine passende Lösung.

Vor Projektbeginn findet im Literaturhaus ein Infotreffen statt, zu dem sich alle im Halbjahr teilnehmenden Lehrer/innen und Schreibtrainer/innen treffen. Im Laufe des Projekts wird ein weiteres Treffen, das sogenannte Bergfest, veranstaltet, um einen Erfahrungsaustausch zu ermöglichen.

Die Eigenbeteiligung an diesem Projekt liegt für die jeweilige Schule bei 500,00 Euro.